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Ein Versuch einer Erklärung...

 


Das Fischen mit der Fliegenrute ist für viele Angler die ursprünglichste, natürlichste und schonendste Methode einen Fisch zu fangen. Die Fangemeinde für diese Art der Fischerei wächst und wächst, auch weil sich fast jeder Fisch mit dieser Angelart überlisten lässt. Der direkte Kontakt zum Fisch über die Schnur und die leichte Fliegenrute macht insbesondere den Reiz dieser Methode aus. Sie vermittelt dem Angler ein besonders intensives Gefühl, denn er erlebt die ganze Kraft des Fisches bei jeder Bewegung. Dieses Drillgefühl macht regelrecht „süchtig"! Fliegenfischer werden leider von anderen Anglern in vielerlei Hinsicht oft nicht verstanden und belächelt...daher hier ein Versuch den "Fliegenfischer" zu erklären...

 

Wie "ticken" eigentlich Fliegenfischer?

Viele Angler die einmal der Fliegenfischerei  versessen sind, angeln kaum noch mit anderen Methoden. Das rührt u.a. daher, dass dem Angler hier sehr viel Wissen über Wurftechniken, Verhalten der Fische und z.B. auch Insektenkunde abverlangt wird. Es reicht einfach nicht, einen Köder "XY "durch das Wasser zu ziehen und auf einen Biss zu hoffen. In einem kleinen Wald- oder Gebirgsbach bewirkt jeder falsche Schritt, jeder unsauberer Wurf, jede falsche Insektenimitation ein völliges Ignorieren der Fliege. Das Überlisten einer Bachforelle (insbesondere einer großen Bachforelle) ist sehr heikel und kann einen Fliegenfischer an den Rand der Verzweifelung bringen. Daher ist diese Methode so beliebt aber gleichzeitig auch in vielen Situationen extrem schwierig auszuüben. Also eine echte Herausforderung - immer wieder auf's Neue!

 

Sind Fliegenfischer "arrogant"?

Einige der eingefleischten Fliegenfischer sehen, auf Grund der Komplexität ihrer Angelart, leider ihre Methode als "Nonplusultra" an und wollen sich etwas von der „Masse" des Angelsports abgrenzen. Der Fliegenfischer hat somit leider oft mit dem Vorurteil des "arroganten, besserverdienenden Über-Anglers" zu kämpfen...was aber natürlich nicht stimmt! Fliegenfischen in der Gesamtheit zu erklären ist nicht so einfach! Es ist ein sehr komplexes Thema das viel Zeit und Ausdauer in Anspruch nimmt. Durch die Intensivität und die ständig neuen Herausforderungen, die dem Fliegenfischer alles an Können abverlangt, nimmt er den eingentlichen Fang des Fisches als etwas ganz Besonderes war! Bei vielen Fliegenfischern zählt nicht nur das Bezwingen des Fisches, sondern vor allem „der Weg zum Ziel“ wie z.B. der perfekt gelungene Wurf, die richtige Präsentation der Fliege, das Aufspüren und Anwerfen der Fische (spot & catch) und der besonders schonende Umgang mit dem Fisch (catch & release)! Die Größe des Fanges spielt daher meist nur eine untergeordnete Rolle - es geht hier um das naturnahe Gesamterlebnis!

Foto: Leroy beim Fliegenfischen an der Bode (Harz)

 


Warum ist das Fliegenfischer-Equipment so teuer?

Leider werden viele Einsteiger erst einmal auf Grund der hohen Preise für das Gerät "abgeschreckt". Das Equipment des Fliegenfischers ist in der Anschaffung zunächst sehr kostenintensiv und damit nicht für Jedermann oder (-frau) zu bezahlen. Das liegt in erster Linie daran, dass es bei dieser Angelmethode auf eine sehr hohe Qualität des Gerätes ankommt. Und wie wir alle wissen, hat eine hohe Qualität leider meistens auch einen hohen Preis. Zudem spielt in der Szene leider ein gewisser "Markenfetischismus" eine sehr ausgeprägte Rolle der sich auf die Preise widerspiegelt. So grenzt sich das Fliegenfischen leider automatisch etwas ab von den anderen Angelmethoden. Aber langsam ändert sich das Image und das Fliegenfischen wird immer populärer. Gutes Equipment bekommt man heute auch schon zu erschwinglichen Preisen.

Foto: Fliegenfischer Zubehör


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