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Einsteigertipps Norwegen

Jeder der das erste Mal nach Norwegen fährt sollte sich zunächst einmal die zwei Fragen stellen: 

 

„WIE will ich meinen Urlaub in Norwegen verbringen?“

„WELCHE Fischarten möchte ich im meinem Urlaub fangen?“  

 

Die Antwort auf die erste Frage ist eigentlich schnell geklärt:

Soll es ein „Familienurlaub mit gelegentlichen Angelausfügen“ oder ein reiner „Angelurlaub (z.B. mit Freunden)“ werden?


Bei einem Urlaub mit der Familie sollte natürlich nicht das Angeln im Vordergrund stehen, sondern eher die Zeit gemeinsam zu verbringen und andere Aktivitäten (Wanderungen unternehmen, Sehenswürdigkeiten besuchen u.v.m.) mit ein zu beziehen. Alleine schon wegen der Kleinen sollte auch die Reisestrecke nicht zu lang ausfallen (Norwegen ist groß und nur, für deutsche Verhältnisse, eher langsam zu durchfahren!). Zudem sollte die Jahreszeit mit eher angenehmen Temperaturen (Sommerzeit) gewählt werden – die weiblichen Mitfahrer werden es Euch vermutlich danken…! Zwinkernd Es bieten sich daher die Regionen in Süd- und Westnorwegen an. Als Südnorwegen bezeichnet man die Regionen bis ca. Höhe Stavanger, als Westnorwegen die Region von Stavanger bis südlich Hitra. Diese sind relativ schnell zu erreichen und halten auch viele „außerangeltechnische Aktivitäten“  bereit (Infos z.B. unter:  http://www.norwegen.no/travel/).


Soll es dagegen ein reiner Angelurlaub werden, habt ihr die Qual der Wahl! Wie oben bereits erwähnt: Norwegen ist sehr groß – Gesamtfäche: 385.199 km², Küstenlinie: über 25.000 km (mit den Küsten der Inseln sogar über 80.000 km), Quelle: Wikipedia.

 

Um Euch die Auswahl zu erleichtern, stellt sich zu allererst die Frage nach dem Zielfisch?

Sicherlich „könnt“ ihr in Norwegen fast überall euren Zielfisch fangen…aber die Chance z.B. einen großen Heilbutt in Südnorwegen zu erwischen ist doch ziemlich gering. Die gezielte Fischerei auf den „König der Plattfische“ ist erst ab der Höhe Mittelnorwegen (Region: Hitra bis südlich Lofoten) sinnvoll, da hier in den letzten Jahren die Bestände zugenommen haben und die Bodenbeschaffenheiten zusammenpassen.

 

Übersichtskarte der Regionen:

 

 

 

(Quelle: weltkarte.com / Autor: Peter Fitzgerald / http://wikitravel.org/shared/User:Burmesedays)


In Ostnorwegen beschränkt sich die Angelei vorwiegend auf die Süsswasserflüsse und -seen der Region und weniger auf die Meeresangelei (mit Ausnahme des Oslofjordes vielleicht). Diese Region bietet traumhafte Bedingungen für das Angeln mit der Spinn- oder Fliegenrute auf Forellen, Äschen, Hechte usw.! Mangels an Erfahrung (wir waren "angeltechnisch" bisher noch nicht dort unterwegs) werden wir auf diese Region allerdings erst einmal nicht näher eingehen! 


In Süd- und Westnorwegen (Fjordnorwegen) stehen dann schon eher andere Zielfische im Fokus der Angler. Hier könnt ihr eine große Artenvielfalt an in den atemberaubenden Fjorden und Flüssen antreffen. Meeresangler fangen vorwiegend Dorsch, Köhler (Seelachs), Pollack, Makrelen, Plattfische (Scholle, Flunder usw.) und auch Leng und Lumb könnt ihr hier, neben vielen weiteren Fischarten, antreffen. Die Fischgrößen liegen vorwiegend in mittleren Bereich - Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel…! 


In Mittelnorwegen steht die gezielte Fischerei im Meer auf Seelachs (auch Köhler genannt), Dorsch, Pollack, Leng und Lumb im Vordergrund, die in dieser Gegend in beachtlichen Größen vorkommen. Gerade die Region rund um Hitra ist vielen Anglern ein Begriff für große Köhler, fette Lengs und starke Lumbs. Aber auch hier, gerade in der Trondheimsleia, gibt es gute Chancen einen Heilbutt zu fangen, wenn man sich mit der Seekarte beschäftigt und die Tipps der Einheimischen berücksichtigt.


Soll es weiter nördlicher gehen (ab Höhe Trondheim) ändern sich das bevorzugte Zielfischbild der Meeresangler. Die Regionen in Nordnorwegen sind für ihre großen Dorsche, Heilbutte, Schellfische und Steinbeisser (Seewolf) bekannt. Insbesondere die gemäßigten Zonen rund um die Lofoten, die vom Ausläufer des Golfstroms passiert werden, bringen im Frühjahr immer große Mengen an Fisch in die Region. Vor allem der große „Skrei“ (so wird der geschlechtsreife Hochsee-Kabeljau genannt) wird auf den Lofoten in großer Zahl gefangen und als Stockfisch verarbeitet. Je nördlicher man reist, desto größer werden die Chancen einen Heilbutt zu fangen.  Es soll sogar einige Reiseveranstalter geben, die bereits damit werben eine „Heilbutt-Fanggarantie“ auszusprechen. Doch für den Fang eines Heilbutts sind immer viele Voraussetzungen nötig (z.B. eine erfolgreiche Angeltechnik) und auch eine Portion Glück gehört natürlich immer dazu.


Fazit:

Wie bereits erwähnt: Ihr könnt theoretisch überall in Norwegen euren Zielfisch fangen. Um aber die Chancen deutlich zu erhöhen, solltet Ihr euch zuvor ein wenig mit dem Zielgebiet beschäftigen (z.B. Welche Fischarten u. -größen werden dort vorzugsweise gefangen? Welche Hotspots gibt es? usw.) und dann auch euren Urlaub in dieser Region buchen. Eure Angeltechnik und eurer Equipment solltet ihr dann dementsprechend auch auf das Gebiet abstimmen. Genügend Informationen hierzu könnt ihr in gedruckter Form (Bücher, Zeitschriften), in diversen Filmen und in den speziellen Internetforen sammeln – oder ihr fragt einfach UNS (siehe Kontakt Zwinkernd). Wir beantworten gerne Eure Fragen (natürlich ohne Gewähr und nach bestem Wissen und Gewissen)!

Wir haben Euch auf den folgenden Seiten ein paar Informationen und Tipps zusammengestellt um euch den Einstieg zu erleichtern (siehe Menü links). Ein paar allgemeine Informationen zur Anreise, Land und Leute haben wir ebenfalls beigefügt, damit ihr euch auch in Norwegen als deutscher Urlauber gut zurechtfindet.

 

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!