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Mit der Fliegenrute durch Island (2017)!

Teammitglied Leroy war wieder einmal zu einem „Fliegenfischer-Abenteuer“ unterwegs. Mit Kumpel Ingo ging es diesmal quer durch Island.  Hier sein toller Bericht:

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Unser Trip war eine Mischung aus organisierter Reise und DIY. Wir erlebten einen traumhaften Urlaub mit vielen tollen Fischen und einer grandiosen Natur. Im ersten Teil der Reise ging es für drei Tage  an einem Char-Fluss („Chars“ nennt man meerwandernde Saiblinge) im Norden der Insel mit einer Lodge zur Selbstverpflegung. Dazu gibt es Bachforellen im Fluss und ab Ende August auch Meerforellen. Nach gut 7 Stunden Fahrt mit unserem Suzuki Jimny erreichten wir am ersten Tag erschöpft unsere Lodge.  An den organisierten Flüssen sind die Zeiten zum Angeln fest geregelt. In der Regel wird von 8:00-14:00 und von 16:00-22:00 Uhr gefischt. Die Mittagspause ist sehr angenehm um sich für die Abendsession zu stärken.

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Der erste volle Angeltag war auch gleich der Tag mit dem schlechtestem Wetter, viel Wind und Regen. So richtig „warm“ wurden wir mit dem Fluss noch nicht und zum Mittag schraubten wir unsere Erwartungen allmählich zurück. Ich konnte zwar eine 50er Forelle fangen, aber so richtig viel ging zunächst nicht...! Kurz vor Ende des Tages konnten wir zur unserer Freude dann doch noch unsere ersten Chars fangen. In einem langen Pool (fast wie ein See) brachten pinke Streamer den Erfolg. Ich konnte zwei Chars mit 50 und 53cm und Ingo einen mit 46cm fangen.

Am nächsten Tag war das Wetter traumhaft und wir hatten so langsam den Dreh raus. Zunächst hat Ingo meine 50er Forelle vom Vortag in einer langen Rinne erneut gefangen. Dann haben wir einen Pool gefunden den wir sehr effektiv mit der Nymphe erfolgreich befischt haben. Die Bilanz der drei Tage waren 12 Chars von 43cm-55cm, sowie 6Bachforellen von 32cm -50cm.

 

Der Zweite Teil der Reise führte uns für zwei Tage an die Laxa in Myvatnssveit, man sagt einer der besten Flüsse für Bachforellen Weltweit.  Auf dem Weg dorthin besuchten wir den Dettifoss, der größte Wasserfall im Nordosten Islands und durch die Kombination aus Volumenfluss und Fallhöhe, knapp vor dem Rheinfall, der leistungsstärkste Wasserfall Europas. An der Laxa hatten wir eine Lodge mit fullservice. Die Unterkunft war einfach gehalten, das essen war Spitze! Nach kurzer Einweisung vom Headguide ging es auch gleich an den Fluss (ohne Guide). Wir hatten auf fischen mit der Trockenfliege gehofft, leider war es dort sehr windig, so dass keine Fische stiegen. Wir mussten uns somit mit Streamern und Nymphen behelfen. In den ersten Stunden hatte der Fluss uns erstmal mächtig beeindruckt, ich konnte zwei Forellen mit 56 und 57cm sowie Ingo eine mit 52 cm fangen. Die Größe konnten wir danach nicht mehr erreichen, jedoch gab es täglich 40+ Fische. In dem Beat wo der Fluss aus dem See Mývatn austritt, konnte Ingo zwei dicke Chars (resident) mit 58 und 60 cm fangen. Es waren zwei sehr interessante und erfolgreiche Tage.

 

Von dort aus ging es in des Küstenörtchen Húsavik zum Whale-Watching. Auf dem Weg dorthin hanben wir noch die Schwefelquellen am Myvatn besucht. In Húsavik haben wir um 20:00 Uhr die letzte Whale-Watching Tour gebucht (es wird ja nicht dunkel!). Neben Delphinen konnte wir mehre Gruppen Buckelwale beobachten. Bis ca. 30 m kam das Boot an die Wale ran. Einfach genial solche Giganten mal live zu sehen. 

 

Ab Húsavik begann für uns der DIY Teil der Reise. Wir haben uns dazu entschieden die Veidikotid zu kaufen. Eine Jahreskarte mit der man für knapp 50€ etwa 35 Seen auf der ganzen Insel befischen kann. Wir haben uns für die Seen der Skagaheidi (Highlands) entschieden. Dort konnten wir 5 Seen und deren Verbindungsbäche zu befischen. Geschlafen haben wir im Zelt. In den kleinen Bächen gab es leider nur handlange Bachforellen. Im Hauptsee konnte jeder von uns eine schöne 40+ Forelle fangen. Wir sind allerdings an den beiden Tagen noch weiter zu einem der kleineren höher gelegenen Seen gewandert. Die Strecke lag bei ca. 4-6 km eine Tour. Dieser Marsch war sehr anstrengend, aber lohnenswert. Wir konnte einige bildhübsche Seesaiblinge von Ende 30 bis Anfang 40 fangen. Die Fische haben wir entweder direkt am Wasser als Tatar gegessen, oder abends gegrillt und das in traumhafter Landschaft mit teilweise totaler Ruhe.

 

Zum Abschluss der Reise haben wir noch Reykjavík, eine hübsche kleine Stadt in der sich leider alles um Tourismus dreht, besucht um noch einmal das isländische Flair in uns aufzusaugen. Eine tolle Insel mit fantastischer Fischerei – wir kommen wieder!

tl

Leroy

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