Am Donnerstag stand zunächst der „Zandertag“ auf dem Programm. Hierfür hatten wir uns die Elbe im Tidenbereich als Revier ausgesucht. Um nicht so ganz unvorbereitet dazustehen und „ins Blaue“ zu fischen, hatten wir Veit Wilde vom „Blinker“ engagiert. Veit zeigte uns ausführlich die Methode mit dem Gummifisch und erklärte uns viele Dinge über das Beissverhalten des Zanders, sowie über die Strömungen in den Buhnen und der Tidenabhängigkeit in diesem Abschnitt der Elbe.  Es ist schon wirklich beeindruckend was Veit über den Zander zu berichten weiß. Wir nutzen auch gleich die Gelegenheit um Veit seine neu entwickelte „White Veit“ zu fischen – ein „geiles Stöckchen“! ;) Am Vormittag lief es allerdings noch nicht so gut, daher wechselten wir ein paar Mal die Buhnen und fischten einen Stint-Gummifisch in verschiedenen Farben durch. Veit gab sich sehr viel Mühe und machte uns aber immer wieder Hoffnung mit „da geht noch etwas heute!“. Er sollte Recht behalten! Gegen Mittag kamen dann die ersten Bisse, und obwohl wir die ersten vorsichtigen Zupfer kläglich verschlugen…konnten wir drei am Ende des Tages doch insgesamt 8 Zander (bis 75cm) und 2 Hechte (bis 70cm) landen. Der 1. Zielfisch war also gefangen, so konnte es weitergehen! Vielen Dank an Veit für den tollen Tag!!! Wir haben viel gelernt!

Am Donnerstag ging es dann noch direkt weiter an die Küste mit dem Ziel: Fehmarn! In Heiligenhafen machten wir noch einem kurzen Zwischenstopp an einem unserer Lieblingsstrände und nutzen so die Stunde vor dem Sonnenuntergang um noch einmal die Spinnrute auszupacken. Doch auf Grund des starken Windes war ein vernünftiges Fischen auf Meerforellen hier nicht möglich. Wir packten also wieder zusammen und führen rüber auf die Insel.

Am Freitagmorgen ging es dann bei Sonnenaufgang zunächst ans Staberhuk an der Südspitze der Insel. Dort war auf Grund des immer noch starken Windes aus West ein einigermaßen vernünftiges Fischen möglich. Mark versuchte es mit der Spinnrute und ich mit der Fliegenrute. Zunächst wollte sich kein Erfolg einstellen und so machten wir erst einmal Mittagspause. Am Nachmittag wechselten wir dann noch einmal die Stelle und verlegten an den Strandabschnitt nach Presen (südlich-östlich von Puttgarden). Dort lief es gleich besser: Mark konnte mit der Spinnrute insgesamt 5 Meerforellen fangen – zugegeben mit einer eher kleineren Durchschnittgröße von 45-50cm – aber trotzdem sehr schöne Fische. Zwei von ihnen mussten wir auf Grund ihrer Verletzungen im Drill leider entnehmen. Ich hingegen blieb, trotz komplett gefischter Fliegenbox, erfolglos und auch der andere Fliegenfischer ein paar Meter weiter hatten keinen Erflog zu verzeichnen. Blech hatte also an diesem Tage die Fliege total abgehängt – so ist das manchmal, was soll‘s!

Am Samstag hatten wir uns noch vor mit dem Kleinboot den Plattfischen nachzustellen. Der nun etwas abgeflaute Wind ließ im Windschatten der Insel ein einigermaßen vernünftiges Fischen zu. Allerdings war die Drift noch ziemlich stark, so dass wir viel Mühe hatten mit Buttlöffel und den leichten Spinnruten die Platten Gesellen zu befischen. Immerhin konnte ich doch noch gegen Nachmittag einen kleinen Butt auf diese Nachläufermontage fangen. Zum Ende des Tages schleppten wir dann noch Küstennah in 5-6 Meter tiefen Wasser mit der leichten Spinnrute „aus der Hand heraus“ und fingerlangen Wobblern in der Hoffnung noch einen Strandräuber an den Haken zu bekommen. Eine kleine Meerforelle um die 40cm und zwei schöne Dorsche (die alle wieder schwimmen) stiegen dabei noch ein und sorgen für einen aufregenden Drill an der Spinnrute.

Insgesamt war es eine klasse Tour! Alle Zielfische konnten wir fangen! (Fast) alle Methoden haben funktioniert und ein paar entspannte Stunden am Wasser haben wir auch verbracht!

Tight lines

Björn

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